Wirtschaft

"Amazon, Ebay oder WIR" könnte - sicherlich recht vereinfacht klingend - aber dennoch zum "Umdenken" ausreichend, einen interessanten Paradigmen-Wechsel andeuten. Es reicht wohl nicht aus, lediglich über "Markt-Macht" zu "lamentieren", Dies ist eher die Zeit für "kooperativ-intelligente" Antworten." Das "WIR" oder der "WIR-Markt", z.B.in Form der "Platform-Coops", zeigt was Kooperation vermag. ...

Der Kooperative Wandel bedarf jetzt mehr "kooperativer Beispiele!"

(am 07.06.2021 wurde in "genonachrichten"LINK - unter dem "Titel" "SuperCoop - eine neue Genossenschaft in Berlin" über ein Projekt berichtet, das den Versuch unternehmen will, großen (Konkurrenz-) Märkten eine "kooperative Alternative" gegenüberzustellen. Wir nehmen diesen Artikel zum Anlass, um grundlegender das Thema "Kooperativer Wandel" nachzudenken):

"Der Artikel zeigt deutlich: 

Ja - der Kooperative Wandel wird nicht von "selbst" in Erscheinung treten oder quasi "vom Himmel" fallen. Und Ja, es gibt bisher einfach zu wenig "Bilder" oder "Vorbilder" für diesen Wandel. Wichtig und richtig ist deshalb die scheinbaren "Schwachstellen" solcher Projekte aufzuzeigen, denn es wäre fatal, wenn Mitmacher nach einem "Coop-Startup" erkennen müssten, dass das Ziel ggf. nicht erreicht wurde; oder nicht in der gewünschten Form erreicht werden konnte.

Aber stellen wir auch deutlich fest: 

Wichtig sind solche "Pioniere" besonders ganz zu Anfang, im Übergang von der Konkurrenz-Gesellschaft zur Kooperations-Gesellschaft. Mit der "Messlatte" der Konkurrenz-Gesellschaft - das zeigt der Artikel zum Projekt deutlich, macht ein "Umbau" innerhalb der Konkurrenz-Gesellschaft" scheinbar keinen Sinn. Oder doch - weil: 

  • Solche Projekte sind (jetzt) wichtig, denn sie zeigen, daß ein "Kooperativer Wandel" politisch notwendig ist und deshalb "förderpolitisch" (unter Einbeziehung wissenschaftlicher Begleitung) "ausgewertet" werden sollte. 

Derzeit ist offensichtlich (noch) keine der im Bundestag oder den Landtagen präsenten Parteien "kooperations-bewusst" genug. um zu erkennen, dass es beim "Kooperativen Wandel" um eine Art "Paradigmen-Wechsel" geht, für den man auch entsprechende (separate) Fördermittel benötigt, z.B. eine "Kooperations-Förder-Stiftung". 

Es gibt inzwischen zahlreiche Menschen, die über hinreichend Mittel verfügen, und solche Projekte gern "befördern" wollen. Die mögliche "Gegenleistung" der Initiatoren:

  • Erkenntnis, dass Kooperativer Wandel möglich ist und was dabei zu beachten wäre ...

Wer sich mit (politischen) Förder-Etats oder Förder-Projekt-Finanzierung beschäftigt weiß, dass es niemals "Garantien" für "Innovations-Förderung" geben kann bzw. gab. ... 

Eine wichtige (konkurrenzpolitische)  Frage könnte etwa so gestellt zu werden:

  • Wieviel (Milliarden) "Innovations-Fördermittel" wurden bzw. werden Jahr für Jahr in unserem Land ausgegeben, um letztlich nichts anderes, als eine einseitige Fortsetzung einer nicht  unproblematischen - "Konkurrenz-Gesellschaft" zu begünstigen?.

Sogar das Thema "Digitalisierung" ist alles andere als "nur" ein "Wettbewerbs-Thema"; es geht auch dort um "Qualität", um Menschen und die Frage:

  • "Wie wollen wir künftig wirklich leben - und warum?"

Kooperativer Wandel ist auch ein Wandel der "politischen Legitimation", denn es werden dafür "Steuermittel" eingesetzt. Es reicht inzwischen politisch längst nicht mehr aus, nur Haushaltsausgaben oder (-Einnahmen) in Zahlen darzustellen, sondern es bedarf dringend einer "Qualifizierung", also auch zu sagen, welchem Zweck diese Mittel letztlich dienen? Ein solches "Prüf-Kriterium" könnte z.B. sein:

  • Mehr "Miteinander" statt mehr "Gegeneinander" zu organisieren.

Wir benötigen z.B. dringend Mittel für Forschung, Entwicklung und Bildung, die eindeutig - alternativ ausgewiesen und dargestellt - mit der Frage verbunden sind:

  • Dienen diese Mittel der Lebens-Qualität, der Gemeinschaft und dem Gemeinwohl, oder wir lediglich dem besseren "Lobbyismus" gefolgt?

Soll damit die "poröse" Konkurrenz-Gesellschaft einseitig gestärkt werden oder werden auch Alternativen zum "Denken und Handeln" in Konkurrenz erkennbar? Auch sollte die Frage gestellt werden dürfen, wem dienen Fördermittel wirklich und welche Folgen haben sie für wen? Nehmen wir dazu das Beispiel:

  • Aufbau eines großen "Game-Centers" im Raum Berlin. ...

Für wen, warum, mit welchen möglichen Folgen für Menschen erfolgte diese "Subventionierung"?  Soweit wir den "Spiele-Markt" erkennen, sind darin "kooperative Elemente" - wenn überhaupt, dann in ganz geringem Umfang - erkennbar. Irgendwie merkwürdig: Die Kooperations-Gesellschaft wird "quasi weggespielt" und die Konkurrenz-Gesellschaft "angefeuert". ... Politische Absicht oder nur Versehen? ...

Auch für dieses und ähnliche Projekte sind sicherlich "Forschungs-Fördermittel" großzügig "reserviert" worden. Aber mit welcher Intention? ...

Eine solche Intention ist aber im Preojekt "SuperCoop" leicht erkennbar und nachvollziehbar. Es geht z.B. um  "gesundheitsfördernder Ernährung" und deren  (kostengünstiger Ein- und Verkauf Absatzstrukturen, Das "SuperCoop-Projekt" intendiert also eindeutig den Nutzen der Menschen. Wir sagen nicht, dass das Projekt "ideal" wäre, aber es intendiert neue Wege und stellt Menschen in den Mittelpunkt seiner Handlungen. Das allein sollte Anlaß genug sein, dem Projekt eine faire Chance zu geben. ... Wie wäre es z.B. damit, einen Teil der Forschungs-Fördermittel künftig für "Wege zur Erprobung kooperativer Innovationen" zu reservieren? ...  

Die kommenden Bundestagswahlen werden zeigen, ob und welche Partei wirklich bereit ist, das Thema "Kooperation" bzw. "Kooperativer Wandel" als Zukunfts-Alternative zu sehen. ...

Würde auch nur eine Partei des Bundestages "Mut zur Kooperations-Erprobung" haben, wäre aus einem solchen Projekt (SuperCoop) leicht ein "Förderprojekt" machbar, sogar mit Anbindung an Hochschulen/Universitäten zur "Erforschung kooperationswirtschaftlicher Strukturen". ...

Statt gleichgewichtig Konkurrenz und Kooperation auf den Prüfstand zu stellen bzw. anhand eines solchen Projektes (kooperative) Erkenntnisse zu sammeln, wird man vermutlich - wie bisher - "bürokratisch-politisch" (korrekt) feststellen:

  • Das Projekt (SuperCoop) passt in kein Förderprogramm".

Man würde eigentlich auch nichts anderes erwarten - nach derzeitigem Stand - oder doch?.

Aber welche Partei will wirklich erfahren, dass möglicherweise Kooperation tatsächlich die eigentlich notwendige Veränderung in unserem Land wäre?

Bedarf es dazu letztlich doch erst:

  • Der Gründung einer "Kooperations-Partei" (Coop-Partei) ...

Und wir wollen durchaus noch konkreter zum "Kooperativen Wandel" werden, weil es derzeit (noch) kaum wirklich politische Resonanz gibt, um einen "Kooperativen Wandel" wirklich zeitnah und ernsthaft anzubahnen. Eigentlich Veränderung nicht schwieriger, man muss nur wollen. Und die deutlich sichtbare "Messlatte" für wirklich Wollen jeder Partei könnte etwa so aussehen:  

  •  Es bedarf lediglich der Einfügung eines einzigen Wortes in die "Staatsziel-Bestimmung des Art 20 unseres Grundgesetzes. Das Wort heißt "kooperativ". 

Dann würde es - per Grundgesetz geklärt- heißen:

  • "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, kooperativer und sozialer Bundesstaat".

Nur dieses eine Wort "kooperativ" und es würde Vieles in unserem Land plötzlich möglich, sogar eine Lösung für ein solches "Mini-Projekt", wie "SuperCoop"! Und eine solche Initiative hätte einen weiteren Charme:

  • Es wäre für jeden Wähler sofort erkennbar, ob "seine" (oder eine) Partei pro oder contra votiert. Also keine verwirrenden, langatmigen Bundestagsdebatten, sondern ein klares "JA" oder "NEIN"!  Dazu ließe sich sogar eine "Digitale Volksabstimmung" organisieren. ..

Und die Menschen von "SuperCoop"? Sie würden sich sicherlich an solchen - oder ähnlichen - Initiativen beteiligen, denn sie erfahren gerade etwas über den Unterschied der Parteien/Gruppierungen in unserem Land, wenn es um Theorie und Praxis von "Kooperation" oder "Konkurrenz" geht.

Wir danken den Initiatoren und den zunehmend mehr werdenden Coop-Startern - für ihren Mut zum Handeln. Deshalb: Die besten Wünschen zum Gelingen!

(Autor: Gerd K. Schaumann, c/o Bundesverband MMWCoopGo - Menschen Machen Wirtschaft - Dachverband für ganzheitliche Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft e.V.; www.bundesverband-mmw.de

(PS: Der komplette Artikel ist auf unserem  Blog "SmartCoop Forschungsinstitut für Kooperativen WandelLINK nachzulesen.)

 

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