Zukunft in Genossenschaft

Aus unserer Sicht ist das deutsche Genossenschaftswesen - im EU-Vergleich - in einer ducrhaus nicht "unproblematischen" Lage. Während Genossenschaften in Ländern wie Frankreich, Spanien, Italienen, etc. geradezu "boomen", befindet sich Deutschland eher in einer "Problemzone" bzw, einem "Abstiegsplatz". Im Vergleich zu Frankreich müssten wir ca. 35.000 (!) Genossenschaften haben, Tatsächlich gibt es bei uns jedoch weniger als 8.000 (!!!) .

Das ist mehr als unbefriedigend und zeigt deutlich an, worauf sich die Spitzenverbände (und natürlich die Parteien) wirklich konzentrieren müssen. Zunächst bedarf es einer - ungeschönten - Ursachenforschung. Diese "makabre" Situation kann bzw.darf eigentlich keiner Partei bzw. Regierung - auch keinem Verband  - gleichgültig sein, gerade inicht m Land von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch. In diesem Zusammnenhang muss zwangsläufig auch das Thema "Staatsaufsicht - Verbände - Genossenschaften" thematisiert werden. Was jedoch gerade (politisch) passiert, ist völlig überflüssig und kooperativ kontraproduktiv: Das Bundesland Baden-Württemberg fordert seit 2020 in einer "Bundesrats-Initiative" eine "Verschärfung der Staatsaufsicht" für Genossenschaften. Es ist schon irgendwie "pikant": Außer in Deutschland und Österreich gibt es in keinem EU-Land so etwas wie "Pflichmitgliedschaften" in Prüfungsverbänden (incl. der dazugehörigen Staatsaufsicht). Aber die anderen EU-Länder haben ERFOLG in Sachen Genossenschaften, während wir uns in Deutschland auf "Staunen" begrenzen und sogar den nicht erfolgreichen (alten) Kontroll-Weg sogar noch verschärfen wollen. ...  Es bleibt zu hoffen, dass ein neu gewähltes Parlament und eine neue Regierung, zeitnah beginnen werden, wirklich (kooperativ) "nachzudenken". Die Figur einer Art "Staatsgenossenschaft" ist für MMW niemals akzeptabel, weil sie an den Grundwerten von Kooperation komplett vorbeigeht: SELBSTVerantwortung - SELBSTOrganisation - SELBSTVertrauen, etc,. sind unverzichtbare Grundlagen für eine Kooperations-Gesellschaft!  Unklar bleibt ehedem, weshalb Deutschland einen "Genossenschaftlichen Sonderweg" in der EU ging und immer noch geht. Für MMW heißt mehr Kooperation stets zugleich: Weniger Staatsaufsicht und "Schärfung der Selbstorganisationsfähigkeit" der (teilnehmenden) Menschen. Wir hoffen sehr, dass die beiden anderen Spitzenverbände - trotz durchaus bestehender unterschiedlicher Grundanssichten in einigen Bereichen - sich für gemeinsame Initiativen zur "Abwehr" weiterer Staatskontrollen im Genossenschaftsbereich befähigen können! ...    

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